Die Amis lieben ja Preise und Auszeichnungen zu vergeben, und so gabs in der Eingangshalle alle möglichen Gewinner ausgestellt. Von Kürbisschnitzereien (passend zum Herbst) bis zu Fotocollagen.
Gesättigt gings dann weiter an verschiedenen Ständen entlangbummeln, von Cowboyhüten bis Schmuck und T-Shirts.
Wie man es von einer richtigen State Fair erwartet, gab es natürlich auch Tieraustellungen und ebenso Preisvergaben. In den verschiedenen Hallen waren dann Schafe, Schweine, Kühe, Hasen und Pferde ausgestellt. Da wir noch etlich Zeit hatten, bevor es zum Rodeo ging - dem eigentlichen Grund warum wir alle dort waren - haben wir uns also schön die schönsten, besten stärksten und fettesten Tiere angesehen. Alle schön mit Orden versehen. Naja...
Gegen Abend war es dann auch endlich soweit. Eineinhalb Stunden vor Anfang schonmal hingesetzt und Plätze reserviert (war auch nötig, war echt viel los). und dann gings los.
Der Auftakt, sagen wir mal, typisch amerikanisch. Falschirmspringer, erst mit einer Utah Flagge an den Füßen, die im Wind geflattert ist, dann als Abschluss die Stars und Stripes. Schon patriotisch.
Die State Fair gibt es einmal im Jahr und das entsprechende Rodeo muss natürlich auch was herhalten. Deswegen gabs eine ganze Reihe Rodeo Disziplinen. Nach dem Broncoreiten ging es weiter mit Calf Roping: Ein Cowboy jagt hinter einem Kalb her, fängt den Kopf mit einem Lasso ein, ringt es auf den Rücken und bindet die Beine zusammen. Klingt kompliziert. Ist es auch. Und es gehört ein wenig Glück dazu. Die schnellsten waren etwas unter 8 Sekunden! Kaum zu glauben. Es waren aber auch einige, die nach mehr als 10 Sekunden einfach aufgegeben haben, wissend, dass sie eh keine Chance mehr haben. Weitere Sportarten waren Horseracing: Ein Kurs auf Zeit entlang reiten, Team Roping: Zwei Cowboys fangen ein Kalb gemeinsam ein, Steer Wrestling: Ein Cowboy springt von einem Pferd auf einen kleine Stier und ringt ihn an den Hörnern auf den Rücken. Was lustig war aber auch echt beeindruckend waren kleine Jungs und Mädchen, die auf Schafen geritten sind, wer am längsten draufbleiben kann. Und die waren erst 4-8 Jahre alt. Echt Hut ab, und das war nicht ohne, die sind da ganz schön durchgerüttelt worden.
Das große Finale war dann das Bullriding, die Königsdisziplin. Das waren zwar nur noch ein paar Reiter, aber das war echt klasse. Die Stiere waren riesig und gingen ganz schön rund. Anders als die Pferde sind die Stiere auch angriffslustiger, das heißt, nachdem der Reiter abgeworfen wurde, wird noch attackiert. Ist aber keinem was passiert. Dazu gibt es ja die Rodeoclowns. Das sind Leute, die zwischen den Ritten die Leute unterhalten mit Witzen und so und während der Stierangriffe den Cowboy retten, indem sie den Stier ablenken.
Nach etwa 3 Stunden gings dann mit dem Bus und der Trax wieder nach Hause. War auf jeden Fall eine Erfahrung und ich denke ich werde nächstes Jahr auch wieder dabei sein.
1 comment:
Du hast vergessen zu schreiben, dass Du ganz tollen Besuch aus Deutschland hattest ;-) Das Foto vom Dach der BiB maile ich Dir noch!
VLG Dane
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